Geschichte

April 1928: Die Weltwirtschaftskrise trifft nicht nur Unternehmer empfindlich.
Mut und die Inkaufnahme eines nicht gering einzuschätzenden unternehmerischen
Risikos gehörten dazu, um in jener schwierigen Zeit mit bescheidenen Mitteln den
Grundstein für unseren heutigen Betrieb zu legen. Inzwischen wird die Firma von
dem Urenkel des Gründers in der vierten Generation zusammen mit seiner Mutter
geführt.

Im Jahre 1910 siedelte sich Urgroßvater Heinrich Fricke in Prießeck an. Achtzehn
Jahre später wagte er mit einem Pferdefuhrwerk den Sprung zum Unternehmer.
Später lösten 18 PS eines Bulldogs die Pferdestärken ab. Im Herbst und Winter
sicherte sich Heinrich Fricke seinen Verdienst mit dem Transport von Zuckerrüben
zu den Fabriken in Salzwedel und Uelzen. Darüber hinaus führte er den Lohndrusch

ca. 1962

für die Landwirtschaft aus. Rasch hatte auch der Bulldog ausgedient, er wurde von
einem noch stärkeren ersetzt. Gleichzeitig schaffte der Firmengründer zwei
Kastenwagen an, deren Ausrüstung mit Vollgummireifen damals recht
fortschrittlich war. Zu der Zeit eröffnete er einen Mühlenbetrieb und vergrößerte
die Betriebsgebäude. Auch der Handel mit Kohle wurde aufgenommen.

1936 übergab der Firmengründer seinem Sohn Heinrich einen Betrieb, dessen
Wirtschaftskraft ständig zugenommen hatte. Sohn Heinrich kaufte als erstes eine
Zugmaschine, mit der allerdings zwei Jahre später die mehr und mehr werdenden
Aufträge nicht mehr ausgeführt werden konnten. Nun mußte ein LKW her.

Dann brach der Zweite Weltkrieg aus und verschonte mit seinen Auswirkungen
auch die Entwicklung dieses Fuhrunternehmens nicht. Fricke mußte sich gefallen
lassen, dass gegen Ende des Krieges sein Lastwagen und die Zugmaschine
beschlagnahmt und eingezogen wurden.

ca. 1964

Tatkräftig packte Unternehmer Fricke nach der Kapitulation den Wiederaufbau
seiner Firma an und hatte dabei eine glückliche Hand. Trotz der katastrophalen
technischen Zustände der Lastwagen stellten sich Erfolge alsbald ein. Fricke
beantragte die Bezirksgenehmigung und schuf damit die Basis für eine weitere
Intensivierung seines Fernverkehrs. Der Fuhrpark wurde durch einen LKW
erweitert und der Kohlenhandel aufgegeben. Nun lag das Schwergewicht des
Unternehmens auf dem Transport von Baumaterialien und Zuckerrüben. Heinrich
Fricke widmete sich ausschließlich dem Speditionsgewerbe und erwarb die
Genehmigung für den allgemeinen Güterverkehr. Eine Zugmaschine und der zweite
LKW mußten gekauft werden. Fricke hatte es geschafft: Es ging nach
unermüdlichem Einsatz wieder bergauf.

ca. 1979

Der Fortbestand des Unternehmens auch in der dritten Generation zeichnete sich
ab, als Sohn Heinrich nach abgeschlossener Schulausbildung eine Lehre als LKW
Schlosser begann, die er 1960 mit der Gesellenprüfung krönte. Nach einjähriger
Tätigkeit im väterlichen Betrieb sammelte er in einer Spedition in Hannover
Erfahrungen.

Lange hatte Firmenchef Fricke sen. gezögert, bis er sich im Jahre 1961 dazu
durchrang, einen Silowagen anzuschaffen. Auch diese Investition war ein
Volltreffer. Das Geschäft mit diesem Spezialfahrzeug lief sehr gut. Die zweite
Genehmigung für den allgemeinen Gütervekehr wurde erteilt. Sohn Heinrich zog es
1963 in die Heimat zurück. Inzwischen wurde der Silowagen ersetzt, dessen Steuer
er selbst in die Hand nahm. „Nebenbei“ fesselten ihn die anfallenden Büroarbeiten
sonntags an den Schreibtisch.

Zu Beginn des Jahres 1975 übergab Heinrich Fricke sen. das Erbe seines Vaters an
seinen Sohn. Heinrich Fricke jun. Der ruhte sich nicht auf den Lorbeeren seines
Vaters und Großvaters aus, sondern bemühte sich um eine weitere Vergrößerung
des Betriebes. Während er in der eigenen Werkstatt die Lastzüge technisch topfit
hielt, führte seine Frau Christine den gesamten Schriftverkehr und die Bücher.

1976 wurde Sohn Timo Heinrich geboren, der heute nach abgeschlossener KFZ
Lehre und drei Jahren als Kraftfahrer die Disposition übernahm. 1979 kam Sohn Tobias zur Welt, der heute ebenfalls nach abgeschlossener Fahrzeug- und Karosserielehre im Familienbetrieb als Kraftfahrer seine Erfahrungen sammelt.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Wunsch der Söhne, den
Betrieb weiter zu führen, wurde 1997 nach langer Überlegung der Entschluss
gefaßt, ein anderes Betriebsgelände zu suchen. Am 24. April 1999 wurde das neue
Betriebsgebäude mit neuester Technik in der LKW-Waschanlage und
Betriebstankstelle in Lüchow/Wendland eröffnet. Dem große Einsatz unserer
Kraftfahrer und Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass sich der Betrieb über
Deutschlands Grenzen hinaus auf dem Markt im Silobereich einen guten Namen
gemacht hat.

Danke!